Dr. Mehrdad Payandeh wird neuer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe
Die Landesregierung hat in ihrer (heutigen) Kabinettssitzung Dr. Mehrdad Payandeh zum neuen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe berufen. Er übernimmt das Ehrenamt von Deniz Kurku, der Anfang September seinen Rückzug erklärt hatte. Zu den Aufgaben des Landesbeauftragten gehören neben den Themen Migration und Teilhabe auch die Belange von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sowie Heimatvertriebenen.
Ministerpräsident Olaf Lies erklärte:
„Mit Dr. Mehrdad Payandeh übernimmt eine überaus erfahrene und engagierte Persönlichkeit unseres Bundeslandes die wichtige Aufgabe als Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe. Denn er hat sich über viele Jahre hinweg als Fürsprecher, Brückenbauer und Netzwerker für Chancengerechtigkeit und Mitbestimmung eingesetzt. Sein Einsatz für demokratische Werte, seine breite Erfahrung und seine Fähigkeit, Menschen und Institutionen zusammenzubringen, machen ihn zur richtigen Besetzung. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass er wichtige Impulse für ein gutes Miteinander in Niedersachsen setzen wird.“
Zugleich dankte Ministerpräsident Olaf Lies dem bisherigen Landesbeauftragten Deniz Kurku für dessen Engagement: „Deniz Kurku hat die Aufgaben des Landesbeauftragten fast vier Jahre lang mit großem persönlichem Einsatz und viel Herzblut wahrgenommen. Er war für viele Menschen in Niedersachsen ein verlässlicher Ansprechpartner und hat sich mit Nachdruck für Teilhabe, Zusammenhalt und ein gutes Miteinander eingesetzt. Dafür gilt ihm mein herzlicher Dank.“
Der neue Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Dr. Mehrdad Payandeh, sagte zu seiner Berufung:
Dr. Mehrdad Payandeh
„Niedersachsen ist vielfältig, und was uns verbindet, ist stärker als das, was uns unterscheidet: Würde und Respekt, Chancen und Zugehörigkeit, aber auch der Wunsch nach einem guten und sicheren Leben. In einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte versuchen, Menschen gegeneinander auszuspielen, müssen wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv stärken. Die Debatte über Teilhabe und Vielfalt braucht einen sachlichen Blick auf die Fähigkeiten, Erfahrungen und Leistungen der Menschen. Ich möchte dazu beitragen, dass neu Zugewanderte, Menschen mit Migrationsgeschichte, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie Heimatvertriebene als selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft wahrgenommen werden und die Anerkennung erfahren, die ihnen zusteht.“
Der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe nimmt die Interessen von Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte als ehrenamtlicher und unabhängiger Mittler gegenüber Landtag und Landesregierung wahr. Er ist der Niedersächsischen Staatskanzlei zugeordnet und wird hier von einem Verbindungsbüro unterstützt. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der rechtlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe sowie die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Niedersachsen. Zu seinem Aufgabenspektrum gehören darüber hinaus die Belange von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sowie Heimatvertriebenen.
Zur Person
Dr. Mehrdad Payandeh wurde 1960 im Iran geboren und lebte dort bis zu seiner Flucht im Sommer 1985. Er studierte Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Hamburg, Bremen und Simferopol und promovierte an der Universität Bremen.
Nach beruflichen Stationen in Wissenschaft, Politik und Gewerkschaften übernahm er vielfältige Aufgaben im Deutschen Gewerkschaftsbund. Von 2018 bis 2025 war er Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt und setzte sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit und eine starke Demokratie ein.
Heute bringt er seine Erfahrungen aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Integration und gesellschaftliche Teilhabe in unterschiedliche öffentliche Funktionen ein. Darüber hinaus engagiert sich Dr. Mehrdad Payandeh in zahlreichen Ehrenämtern und Gremien. Er ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und lebt mit seiner Familie in der Region Hannover.
Diese Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei vom heutigen 15. September 2026 im Pdf-Format.