Arbeit und Leben Niedersachsen gGmbH ist seit vielen Jahren als anerkannte Landeseinrichtung der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung in Niedersachsen aktiv und betreibt seit 2013 ein spezialisiertes Beratungsnetzwerk für mobile Beschäftigte aus EU-Mitgliedstaaten. Das Land fördert derzeit fünf Beratungsstellen an den Standorten Hannover, Oldenburg, Braunschweig/Wolfsburg/Salzgitter, Lüneburg und Osnabrück, die mehrsprachige, mobile und niedrigschwellige Unterstützung anbieten – von arbeitsrechtlicher Beratung über Prozessbegleitung bis hin zur aufsuchenden Arbeit in Betrieben oder Unterkünften.
Vor diesem Hintergrund besuchte der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Arbeit und Leben Niedersachsen in Hannover zu einem intensiven Austausch mit Geschäftsführer Maximilian Schmidt, Dr. Katarzyna Zentner, Karolina Aqabat und Paul-Octavian Idu aus dem Beratungsteam. Im Gespräch standen die Situation mobiler Beschäftigter in Branchen wie Landwirtschaft, Logistik oder Fleischindustrie im Mittelpunkt, in denen es weiterhin zu Ausbeutung und prekären Arbeitsverhältnissen kommt.
Der Landesbeauftragte Deniz Kurku betonte:
„Viele zugewanderte Menschen kommen mit der Hoffnung auf faire Arbeit nach Deutschland. Für sie wie für alle anderen Menschen gilt das Recht auf Anerkennung und ordentliche Bezahlung. Ausbeutung, massiver Druck und tiefe Enttäuschung darf nicht am Ende eines harten Arbeitstages stehen! Deshalb ist es so wichtig, dass es Anlaufstellen wie die Beratungsstellen von Arbeit und Leben gibt. Hier stehen den Betroffenen kompetent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Seite, wenn sie den Mut haben, Hilfe zu suchen.“
Der Landesbeauftragte würdigte das langjährige Engagement der Beratungsstellen, die es seit 2013 mit Förderung des Landes Niedersachsen gibt, und dankte dem Team für den offenen und erkenntnisreichen Austausch.