Abschluss von „Dein Wort zählt!“: Impulse für mehr politische Teilhabe

Mit der Abschlussveranstaltung in Göttingen ist die Workshopreihe „Dein Wort zählt!“ zu Ende gegangen. Seit März 2026 haben sich junge Menschen mit Migrationsgeschichte in insgesamt acht Workshops in Achim, Cuxhaven, Ilsede, Hannover, Hildesheim, Osnabrück, Fürstenau und Vechta mit Demokratie, Politik und gesellschaftlicher Teilhabe auseinandergesetzt. Die Reihe wurde gemeinsam vom Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung Niedersachsen durchgeführt. Die Abschlussveranstaltung richtete sich insbesondere an junge Menschen und bot Gelegenheit, die Ergebnisse des Projekts gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Jugendbeteiligung und Zivilgesellschaft zu diskutieren.

Der Niedersächsische Sozialminister Dr. Andreas Philippi betonte in seinem Grußwort die Bedeutung gesellschaftlicher und politischer Teilhabe: „Migration gehört längst selbstverständlich zu Niedersachsen. Umso wichtiger ist es, dass sich diese Vielfalt auch in gesellschaftlichen und politischen Beteiligungsprozessen widerspiegelt. Eine lebendige Demokratie braucht die Stimmen und Perspektiven aller Menschen.“

Auch Dr. Mehrdad Payandeh, Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe, unterstrich die Bedeutung politischer Mitgestaltung. Zugleich machte er deutlich, dass junge Menschen mit Migrationsgeschichte keine homogene Gruppe sind. Viele definierten sich nicht in erster Linie über ihre Migrationsgeschichte. Politische Bildungs- und Beteiligungsangebote müssten daher stärker an den unterschiedlichen Lebensrealitäten, Interessen und Erfahrungen junger Menschen ansetzen.

Anikó Glogowski-Merten, Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung, hob hervor, dass die Workshops gezeigt hätten, wie groß das Interesse an gesellschaftlichen und politischen Fragen sein könne, wenn die richtigen Zugänge geschaffen werden. In einer Fishbowl-Diskussion diskutierten anschließend Dr. Cihan Sinanoğlu vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), die Jugendbildner Berivan Karabulut und Antar Adi sowie Haddijatou Jow, stellvertretende Vorsitzende des Niedersächsischen Integrationsrates, über Chancen und Herausforderungen politischer Teilhabe. Dabei wurde deutlich, dass politische Beteiligung nicht nur die Motivation junger Menschen voraussetzt. Ebenso wichtig sei es, bestehende strukturelle und institutionelle Hürden abzubauen und Beteiligungsangebote so zu gestalten, dass Teilhabe tatsächlich möglich wird.

Zum Gelingen der Workshopreihe haben zahlreiche Partnerinnen und Partner beigetragen. Ein besonderer Dank galt den kommunalen Kooperationspartnern an den acht Standorten sowie dem Team freier Jugendbildnerinnen und Jugendbildner, die die Workshops mit großem Engagement konzipiert, durchgeführt und begleitet haben.

Die Veranstalterinnen und Veranstalter zogen ein positives Fazit, da die Workshopreihe wichtige Impulse für politische Bildung und demokratische Teilhabe gesetzt hat. Die Erkenntnisse und Methoden der Workshopreihe werden derzeit in einer Broschüre zusammengeführt, um Fachkräften Anregungen und Materialien für eigene Workshops und Beteiligungsformate zur Verfügung zu stellen.

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