Preisverleihung „Fokus:Teilhabe 2026“: Engagement für Sichtbarkeit und Teilhabe würdigen

Unter dem Motto „Miteinander – sichtbar!“ verleiht der Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Mehrdad Payandeh, am 5. November 2026 zum zweiten Mal den Preis „Fokus:Teilhabe“. Ausgezeichnet werden Projekte, die die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von oder für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler in Niedersachsen stärken und ihre Perspektiven sichtbar machen.

Donnerstag, 5. November 2026

16:30 bis 18:00 Uhr

 

Leibnizhaus

Holzmarkt 5

30159 Hannover

Den drei Preisträgerinnen und Preisträgern aus Hannover und Bersenbrück gratuliert der Landesbeauftragte Dr. Payandeh herzlich:

„Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie Erinnerung, Begegnung und kultureller Austausch Brücken in unserer Gesellschaft bauen können. Sie machen die Erfahrungen und Perspektiven von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sichtbar und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Teilhabe, Anerkennung und Zusammenhalt in Niedersachsen.“

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Die Preisverleihung wird von der Journalistin Tamina Kutscher moderiert. Im Rahmen des Podiumsgesprächs „Miteinander – sichtbar! Identität, Zugehörigkeit und Perspektiven von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern“ diskutieren die Migrationsforscherin Dr. Nino Aivazishvili-Gehne, der Journalist und Autor Viktor Funk sowie Amy Lamert von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.  Ein musikalischer Beitrag sowie ein anschließender Empfang runden die Veranstaltung ab.

Anmeldung ist bis zum 3. November 2026 möglich unter https://eveeno.com/fokusteilhabe2026

 

Preisträgerinnen und Preisträger

„Die Vergessenen“

Das Theaterstück der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Ortsgruppe Hannover, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk, erzählt die Geschichte der Deutschen aus Russland. Das Projekt macht Erfahrungen von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sichtbar und trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen sowie Verständnis für ihre Lebenswege und Perspektiven zu fördern.

„Brücken der Erinnerung“

Die Initiative „Brücke der Erinnerung“ ist aus einem gleichnamigen Geschichtsprojekt in Bersenbrück hervorgegangen. Menschen mit und ohne russlanddeutschen Hintergrund organisieren gemeinsam Lesungen, Gespräche und Veranstaltungen, die Begegnung und Austausch fördern. Das Projekt verbindet die Aufarbeitung von Geschichte mit dem Ziel, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe vor Ort zu stärken.

„Perspektywy“

Die Veranstaltungsreihe von PostausOst bringt Menschen mit postmigrantischen Biografien zusammen und schafft Räume für Austausch über gemeinsame Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven. Die Initiative fördert den Dialog innerhalb einer vielfältigen Community und rückt verbindende Erfahrungen junger Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den Mittelpunkt.

Über die Vergabe des Preises entschied eine Jury unter Vorsitz des Landesbeauftragten. Der ehrenamtlichen Jury gehörten außerdem Dr. Anna Haut, wissenschaftliche Leiterin des Museums Friedland, sowie Edwin Warkentin, Leiter des Kulturreferats am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, an.

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